Neue Effizienz in der Türkei

30.03.2015

Das türkische Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie erarbeitet zur Zeit ein Programm für umweltfreundliche Produktion und Ressourceneffizienz. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, die Effizienz-Agentur.NRW sowie die Neue Effizienz durften auf Einladung der türkischen Regierung gemeinsam vorstellen, wie Organisationsstrukturen in NRW aufgebaut sind und wie man voneinander lernen kann.

In einem zweitägigen Kongress wurden die jeweiligen Strategien und konkreten Projekte von türkischer und deutscher Seite präsentiert und sowohl strukturell als auch inhaltlich gegenübergestellt. Sehr aufschlussreich waren die vielfältigen Ansätze, mit denen die Türkei in den Themen Umweltschutz und Ressourcenschonung aktiv ist. So stehen dort vor allem die Bekämpfung der Umwelt- sowie der Wasserverschmutzung im Fokus. Aber auch Effizienzfragen in der Produktion werden schon gestellt.

Wichtige Impulse setzte die deutsche Delegation, bei der Dr. Holger Berg vom Wuppertal Institut vor allem Organisationsstrukturen von Ressourceneffizienz-Netzwerken vorgestellt hat. Als praktische Beispiele konnten am zweiten Kongresstag Matthias Graf die Effizienz-Agentur.NRW  sowie Jochen Stiebel das Netzwerk der Neuen Effizienz im Bergischen Städtedreieck vorstellen und diskutieren. In gemeinsamen Workshops wurden darauf folgend eigene Strategien für die Türkei erarbeitet, die nun auf den Weg gebracht werden sollen. 

Die Delegation wurde ebenfalls von Vertretern der Deutschen Botschaft in Ankara empfangen. Dort ist man gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für bilaterale Forschungsprojekte zuständig und daher insbesondere an einer intensiven, nachhaltigen Zusammenarbeit mit der Neuen Effizienz und ihren Partnern interessiert.