Bergisches Städtedreieck auf dem Weg zur Modellregion für Kraft-Wärme-Kopplung

08.05.2013

Die Beteiligung des Bergischen Städtedreiecks am Landeswettbewerb „KWK-Modellkommune 2012-2017“ war erfolgreich. Der Region werden bis zu 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, um mit einem Konzept den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung voranzutreiben und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. 51 Kommunen mit 48 Projektvorschlägen hatten an dem Wettbewerb teilgenommen, 21 vielversprechende Konzepte hat eine Jury nun ausgewählt

„Mit der Kraft-Wärme-Kopplung können wir ungenutzte Energieeffizienzpotenziale nutzen – das haben auch die Kommunen erkannt“, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel in einer heutigen Presseerklärung. Das Bergische Städtedreieck will diesen Weg mitgehen und hat daher am Wettbewerb mit dem „Handlungskonzept KWKhoch³“ teilgenommen. Die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme in Block-Heizkraftwerken zur Versorgung von Wohn- und Gewerbegebieten ist besonders effizient und damit eine Schlüsseltechnologie für den kommunalen Klimaschutz.

Ziel des integrativen Ansatzes zum Ausbau von KWK im Bergischen Städtedreieck ist es, die offensichtlich vorhandenen Hemmnisse für den Einsatz von KWK-Anlagen zu identifizieren, Lösungsansätze aufzeigen und die Akzeptanz und die Anwendung der KWK zu erhöhen. Vor allem wirtschaftliche, verfahrenstechnische, kommunikative, finanztechnische und rechtliche Rahmenbedingungen werden hierbei betrachtet.

 

Ergebnis auf Basis erfolgreicher Kooperation

Schon seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die Region intensiv im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. In den drei bergischen Großstädten wurden auch schon mehrere Projekte realisiert. Mit der Förderung des Landes besteht nun die Möglichkeit, die bisher ungenutzten Potenziale zielgerichtet zu identifizieren und Ansatzpunkte für eine Umsetzung vor Ort aufzuzeigen. So war es nur folgerichtig, einen gemeinsamen Wettbewerbsantrag zu erarbeiten – übrigens eines von lediglich zwei Gemeinschaftskonzepten im Wettbewerb.

Die drei Städte der Region haben das Konzept KWKhoch³ gemeinsam mit den drei kommunalen Stadtwerken, der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA), der Neuen Effizienz, der Bergischen Universität Wuppertal, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, dem Bergischen Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement sowie der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid eingereicht.

„Die bewusste gemeinsame Antragstellung folgt der Tradition regionaler Kooperation und hat sicherlich zu dem Erfolg beigetragen“, so Carsten Zimmermann von der BEA, verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projektes.

 

Hürde zur nächsten Wettbewerbsstufe mit Bravour genommen

Aufbauend auf dem sogenannten Grobkonzept, das von den Antragstellern gemeinsam erarbeitet wurde und das dem Wettbewerbserfolg zugrunde liegt, erhält das Bergische Städtedreieck nun für die Feinplanung insgesamt eine Förderung bis zu 300.000 Euro. Die Projektgebiete, die jetzt vertieft untersucht werden sollen, sind in Remscheid die westliche Innenstadt, Honsberg und Hasenberg, in Solingen Dycker Feld und Birkerstraße und in Wuppertal die Quartiere Cronenberg, Eckbusch und Nordstadt (Ölberg).

Überzeugen auch diese Ergebnisse die Jury in der nun folgenden Wettbewerbsstufe, locken Landeszuschüsse für Investitionen in KWK-Anlagen. Zunächst kommt es den beteiligten Akteuren jedoch auf die Chance der aktuellen Unterstützung bei der Konzeptionierung und Umsetzung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekten an. Damit könne man einen weiteren wichtigen Impuls für die rationelle Energieanwendung und damit für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Bergisches Städtedreieck setzen.