„Happy Power Hour II“ geht an den Start

31.03.2016

Als Forschungskonsortium unter Federführung des Lehrstuhls Elektrische Energieversorgungstechnik wird eine Lösung zur Reduzierung der Stromkosten entwickelt. Dabei steht die Lastverschiebung industrieller Prozesse im Mittelpunkt. Die Neue Effizienz erforscht gemeinsam mit dem CSCP die Kundenakzeptanz.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wächst der Anteil elektrischer Stromerzeuger, die in Abhängigkeit vom Wetter elektrische Energie erzeugen. Durch die schwankende Einspeisung der erneuerbaren Energien kommt es an den Strommärkten zu teils stark variierenden Strompreisen – bis hin zu negativen Preisen. Durch die Erhöhung des Stromverbrauchs zu Zeiten günstigen Stroms und die Reduzierung des Stromverbrauchs zu Zeiten teuren Stroms ist eine Optimierung der Strombezugskosten möglich.

„Dafür suchen wir interessierte mittelständische Industriepartner aus dem Bergischen Land, die sich an dem Forschungsprojekt beteiligen möchten. Die Unternehmen sollten über zeitlich verschiebbare Prozesse mit Wärme-, Kälte- oder Produktspeichern verfügen“, fasst Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek, Inhaber des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik, zusammen.

Das Wuppertaler Forschungsprojekt „Happy Power Hour II“ entwickelt einen dynamischen Stromtarif, der die Strompreisschwankungen abbildet und somit einen Lastverschiebungsanreiz bietet. Durch den dynamischen Stromtarif kann die Industrie einen Teil ihrer Prozesse automatisiert in Zeiten mit günstigen Strompreisen betreiben und dadurch ihre Stromkosten reduzieren. „Mit dem Projekt können wir vorhandene, aber bisher ungenutzte Flexibilitäten bei mittelständischen Unternehmen erschließen und zum Vorteil für die Unternehmen und das Stromsystem einsetzen“, ist sich Prof. Dr.-Ing. Zdrallek sicher. Unternehmen können mit der Teilnahme am Projekt ‚Happy Power Hour II“ ihre Strombezugskosten senken, die Integration der erneuerbaren Energien aktiv unterstützen und somit Ihre Wettbewerbsfähigkeit mit einem Energiesystem der Zukunft weiter stärken.

 

Gemeinsam mit der Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH (CSCP) wird die Neue Effizienz die gesamte Akzeptanz bei der Einführung eines dynamischen Stromtarifs untersuchen und geeignete Maßnahmen ableiten.

„Um sämtliche Beteiligten proaktiv einbinden zu können, werden diese während des Forschungsprojekts von uns begleitet. So kann die Einbindung eines Stromtarifs „Happy Power Hour“ in jedem Unternehmen gemeistert werden.“, merkt Tijana Males, Projektleiterin bei der Neuen Effizienz, an.

Weitere Informationen erhalten Sie von Frau Tijana Males (Neue Effizienz, Tel.: 0202 / 31 71 31 38, males@neue-effizienz.de) oder Herrn Jan Meese (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Elektrische Energieversorgungstechnik, Tel.: 0202 / 439 1946, meese@uni-wuppertal.de).

  

HAPPY POWER II

Das Forschungskonsortium „Happy Power Hour“ besteht aus dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal, WSW Energie & Wasser AG, NetSystem Netzwerk- und Systemtechnik GmbH, Neue Effizienz – Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH sowie Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 1,3 Millionen Euro. Das Projekt endet im Frühjahr 2019 nach einer Laufzeit von 3 Jahren und wird durch das Land Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Weitere Informationen: www.happy-power-hour.de.