Universitäten - Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz

26.05.2014

Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Nachhaltige Hochschule" der Heinrich.Böll-Stiftung NRW fand am 13.05. ein Vortrags- und Diskussionsabend an der Bergischen Universität Wuppertal statt.

Dort wurden die Fragen beleuchtet, wie Universitäten in Forschung Lehre positiv auf die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft einwirken können, ob sie dabei Unterstützung und Impulse von außen benötigen und wie die Arbeit von außeruniversitären Instituten mit den Hochschulen konkret aussieht.

Im ersten Teil hat Dr. Philip Schepelmann vom Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Energie die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der transformativen Forschung vorgestellt.

Er erläuterte, wie aus ökologischen Problemanalysen technische und ökonomische Innovationen entwickelt werden können und wie durch Implementation und Wissenstransfer diese Innovationen zu größerem Nutzen für Umwelt und Mensch gebracht werden können.

Bezogen auf die Thematik des Abends stellte er die These auf, dass Universitäten alleine kein praxisbezogenes Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln können und hierzu eine Kooperation mit externen Stellen notwendig ist.

Im zweiten Teil bereicherte Sonja Stracke von der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz (Neue Effizienz), wie zum einen Nachhaltigkeits- und Effizienzkonzepte innerhalb der Wirtschaft spürbare Vorteile erzeugen und sich eine Vereinbarkeit von ökologischen Notwendigkeiten mit ökonomischen Nutzen ergibt.

Dabei sind vor allem Netzwerk- und Vermittlungsarbeit die Haupttätigkeit der Neuen Effizienz. Dies geschieht nicht nur zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren, sondern immer mehr auch für eine breitere Öffentlichkeit durch eine weit angelegte Bildungsarbeit. Insgesamt soll die Machbarkeit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation im Rahmen ökologischer Grenzen deutlich gemacht werden.

Die Möglichkeiten von Hochschulen wurden gerade in einer Kooperation mit außeruniversitären Instituten gesehen und betont. So können Universitäten über ihren direkten Einflussbereich hinaus Veränderungen bewirken. 

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem die wissenschaftliche Tätigkeit zwischen den Instituten und den Hochschulen näher besprochen. Auch die z.T. schwierigen Bedingungen, unter denen Forschung und Lehre stattfindet, wurden kontrovers diskutiert. Meist hielten sich die Beiträge zwischen skeptischer Betrachtung der Erfolgsaussichten und Begeisterung über die Chancen der transformativen Bildung und Forschung.