Gründer und Unternehmer erkunden mit Studierenden das Start-Up Ökosystem in Berlin

06.02.2017

Die Bergische Universität unterstützt seit vielen Jahren gezielt Unternehmensgründungen in der Region. In einem Seminar geht Prof. Dr. Christine Volkmann jetzt neue Wege: Gemeinsam mit der Neuen Effizienz als regionales Netzwerk hat sie auch Start-Ups und etablierte Unternehmen eingeladen, um sich über Berlins Start-Up Aktivitäten zu informieren und Kooperationen anzubahnen. Studierende bearbeiten zudem in ihren Seminararbeiten praktische Herausforderungen der bergischen Unternehmen.

Insgesamt 18 Vertreter von Unternehmen, Start-Ups und regionalen Institutionen sind der Einladung gefolgt und gemeinsam mit 18 Studierenden der Master-Studiengänge Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen nach Berlin gefahren. Vom 18. bis 20. Januar 2017 wurden unter anderem Ernst & Young, das Social Impact Lab oder der bekannte Co-Working Space „betahaus“ besucht. Die Exkursion im Rahmen des Seminars ist ein gemeinsames Angebot des Lehrstuhls für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung und des UNESCO-Lehrstuhls für Entrepreneurship und Interkulturelles Management, der Neuen Effizienz und des Regionalbüros von Arbeit und Leben Berg-Mark. Bei der Fahrt setzten das Team von Prof. Dr. Christine Volkmann und die Neue Effizienz ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Gemeinsam wurden bereits zwei Ausgaben des Konkgresses Sustainable Insights veranstaltet. Nun wird die Idee, Wirtschaft und Studierende zusammen zu bringen, mit einem neuen Format noch stärker in die Lehre übertragen.

Das Themenfeld ‚Entrepreneurial Ecosystem’ beschäftigt sich mit Faktoren, die das unternehmerische Geschehen in einer Region beeinflussen. Die als „Berlin Valley“ bekannte Hauptstadt ist für eine lebendige Gründerszene bekannt. Grund genug, um vor Ort auf Spurensuche zu gehen.“, erklärt Prof. Dr. Christine Volkmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung und des UNESCO-Lehrstuhls für Entrepreneurship und Interkulturelles Management. Das Seminar „Entrepreneurial Ecosystem“ ist ein regelmäßiges Angebot des Lehrstuhls. „Ich freue mich, dass unser Seminar auf so großes Interesse bei regionalen Unternehmern stößt. So schaffen wir Möglichkeiten zum Aufbau von Netzwerken und dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander“, so Prof. Dr. Christine Volkmann.

Mehrere Einrichtungen in Berlin haben sich den Themen der Nachhaltigkeit verschrieben. Climate KIC betreibt zum Beispiel einen Inkubator für Start-Ups, die mit ihren Ideen explizit CO2-Einsparungspotenziale beabsichtigen. „Als regionale Initiative wollen wir gezielt Gründungen im Bereich der Umweltwirtschaft fördern und das Umfeld hierzu weiter verbessern“, so Andreas Helsper, Projektleiter im Innovationsnetzwerk GreenTec der Neuen Effizienz. Deshalb sei die weitere Vernetzung der Gründungszene und die Zusammenarbeit mit den Lehrstühlen von Prof. Dr. Christine Volkmann so wichtig.

Uljana Engel, Gründungsberaterin an der Bergischen Universität Wuppertal, freut sich, dass auch mehrere Start-Ups mit nach Berlin gefahren sind. „In Berlin haben sich vielversprechende Kontakte ergeben. Wir sind jetzt gespannt, welche Ergebnisse die Studierenden für die Unternehmen erarbeiten“, so Uljana Engel. Das Seminar und die Fahrt nach Berlin ergänzt die verschiedenen Beratungs- und Netzwerkangebote wie etwa den neuen Gründerstammtisch, der seit dem letzten Jahr mit großem Erfolg an der Universität durchgeführt wird.

„Der Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es, gemeinsame Ideen auch umzusetzen. Deshalb wollen wir die Vernetzung der Gründerszene zusammen vorantreiben.“, so Prof. Dr. Christine Volkmann, Andreas Helsper und Uljana Engel.

Über eine Wiederholung wird nachgedacht. Interessierte Start Ups und Unternehmer können sich an Dr. Christine Volkmann, Andreas Helsper oder Uljana Engel wenden.