Bergische Unternehmen stellen sich der „Herausforderung Energie“

05.09.2014

Die Energiewende ist in aller Munde. Die Stromkosten steigen und rücken in der Kostenkalkulation vieler Unternehmen immer stärker in den Fokus. Die Neue Effizienz veranstaltete deshalb mit den drei Stadtwerken des Bergischen Städtedreiecks und der Bergischen Universität am Donnerstag, den 4. September 2014, den Kongress „Herausforderung Energie“. Dort konnten sich Unternehmen aus der Region über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen informieren und so auf dem Laufenden bleiben. Über 170 Gäste aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung folgten der Einladung.

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„Die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie neue rechtliche Rahmenbedingungen haben beträchtliche Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft“, so Jochen Stiebel, Geschäftsführer der Neuen Effizienz bei der Begrüßung. „Wir wollen Unternehmen des Bergischen Städtedreiecks, aber auch Vertreter von Unternehmen außerhalb der Region sowie Entscheider aus der Energiebranche, Wohnungswirtschaft, Politik und Verwaltung einen Einblick in die aktuellen Thematiken rund um die komplexen Herausforderungen der Energiewende bieten“, so Stiebel weiter.

Dr. Marc Andree Groos, Geschäftsführer der Vaillant Deutschland GmbH in Remscheid, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung von Energie für Unternehmen. Hierbei ging er nicht nur auf Unternehmen als Verbraucher von Energie ein, sondern zeigte am eigenen Beispiel auch energieeffiziente Technologien bergischer Unternehmen auf.

Die EEG-Reform und ihre Auswirkungen standen im Mittelpunkt des Vortrages von Peter Stratmann, Leiter des Fachreferats für erneuerbare Energien der Bundesnetzagentur. Das Erneuerbare Energien Gesetz war erst kürzlich erneuert worden, was teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle im EE-Bereich hat.

Zuversichtlich zeigte sich Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek, Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik an der Bergischen Universität und Wissenschaftlicher Direktor der Neuen Effizienz. Er betonte die Chancen für Unternehmen: „Wer sich beim Thema Energie einen Vorteil verschafft, indem er Lösungen für die Zukunft entwickelt oder anwendet, der kann letztlich von sinkenden oder zumindest gleichbleibenden Energiekosten profitieren.“ In Projekten wie „Happy Power Hour – Strom“ arbeitet der Lehrstuhl gemeinsam mit Unternehmen der Region an innovativen Lösungen. 

Nach den allgemein gehaltenen Vorträgen ging es für die Teilnehmer dann in die Praxis: In drei Workshops wurden konkrete Chancen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen ihre Kosten durch energieeffizientes Wirtschaften deutlich senken können, um somit wettbewerbsfähig zu bleiben oder ihre Position im Wettbewerb entscheidend auszubauen. Die drei Stadtwerke übernahmen dabei jeweils einen Schwerpunkt. 

Schwerpunkte des ersten Workshops waren Energiemanagementsysteme und steuerliche Vorgaben für Unternehmen. Die neuen Marktmechanismen bieten im Stromhandel Möglichkeiten, wirtschaftliche Vorteile zu generieren.  „Als moderner Energiedienstleister wollen wir unsere Kunden bei der Umsetzung solcher Vorhaben unterstützen und bestmöglich beraten“, so Andreas Feicht, Vorsitzender der Geschäftsführung der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

Der zweite Workshop widmete sich der Eigenstromerzeugung  und neuen Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). „Durch die Novelle des EEG sind viele Fragen aufgeworfen worden, die zu Unsicherheit bezüglich Investitionen in neue Technologen führen. Mit unseren innovativen technischen Lösungen sind wir für Unternehmen Partner in allen Energiefragen“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Remscheider EWR GmbH.

Im dritten Workshop ging es um „Energie von Morgen“. Die Themen Smart Home, Elektromobilität, Breitband sowie zukünftige Versorgungskonzepte bildeten die Schwerpunkte. „Als regionales Energieversorgungsunternehmen unterstützen wir Unternehmen bei der Entwicklung und Verwirklichung von modernen und wirtschaftlichen Energiekonzepten“, so Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen. 

Die Teilnehmer konnten sich darüber hinaus im Rahmen einer Begleitausstellung intensiv über technische Lösungen und Anbieter aus der Region informieren. In Mittelpunkt standen Anbieter aus den Bereichen Gebäudeautomatisierung, Beleuchtungslösungen oder Energiemanagement.

Der Kongress fand in Kooperation mit der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, den Stadtwerken Solingen GmbH, der EWR GmbH sowie dem Lehrstuhl für elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal statt.