Einblicke in die Smart City: Unternehmen und Studierende fahren gemeinsam nach Hamburg

01.12.2017

“Man muss reisen, um zu lernen“, wusste schon Mark Twain. Im November reisten deshalb Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen und Organisationen gemeinsam mit Studierenden eines Masterseminars für drei Tage nach Hamburg, um sich über Digitalisierung und Smart Cities zu informieren. Die Fahrt ist bereits die zweite „Ökosystem Expedition“, die die Neue Effizienz, der UNESCO-Lehrstuhl für Entrepreneurship und Interkulturelles Management von Prof. Dr. Christine Volkmann und das Regionalbüro Arbeit und Leben anbieten.

Technische Innovationen, die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie – mit diesen Themen beschäftigt sich Hamburg als „Smart City“ intensiv. „Die Fahrt gibt regionalen Unternehmen die Möglichkeit, sich vor Ort über konkrete Projekte zu informieren, sich in Hamburg, untereinander und mit der Bergischen Universität zu vernetzen und inspiriert mit frischen Ideen zurück zu kommen“, so Andreas Helsper, Projektleiter im Innovationsnetzwerk GreenTec der Neuen Effizienz. Von Zukunftsthemen wie der Digitalisierung können auch für die bergische Wirtschaft wichtige Impulse ausgehen.

„Das Forschungsfeld ‚Entrepreneurial Ecosystem’ beschäftigt sich mit Faktoren, die das unternehmerische Geschehen in einer Region beeinflussen. Ein besseres Verständnis für solche Ökosysteme kann erreicht werden, wenn man vor Ort auf Spurensuche geht. Die Initiative zur Digitalisierung des Hafens oder zum neuen Campus Hammerbrooklyn stehen eindrucksvoll für eine auf die Zukunft ausgerichtete Transformation von Stadtteilen in Hamburg“, erklärt Prof. Dr. Christine Volkmann, Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für Entrepreneurship und Interkulturelles Management. „Eine neue Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers sieht die Stadt auch beim Thema Start Ups ganz vorne“, betont Uljana Engel, Gründungsberaterin an der Bergischen Universität Wuppertal. „In Hamburg genießen Gründerinnen und Gründer eine hohe Bedeutung und Wertschätzung. Die Gespräche mit Gründerinnen und Gründern boten Inspiration für Studierende, die vielleicht selbst einmal gründen werden“, so Engel weiter.

Unternehmen profitieren

„Hamburg als Smart City zeigt, wie wichtig die Digitalisierung und die gleichzeitige Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette ist. Die Exkursion hat dazu beigetragen, dass wir das Thema hier in der Region gemeinsam voranbringen möchten“, sagt Dominik Limbach, Geschäftsführer der Wuppertaler Maurerfreund GmbH. Die Remscheider Geschäftsführerin Inga Bauer der Bauer & Böcker Gmbh & Co.KG ergänzt: „Für mich und mein Unternehmen ist es eine der besten Möglichkeiten, sich mit den Herausforderungen der digitalen Transformation zu beschäftigen. Gerade der Austausch untereinander und mit den Studierenden ist optimal, um selbst Ideen zu entwickeln und über den Tellerrand zu gucken.“ Dies sieht auch Sven Wagner, Leiter des Gründer- und Technologiezentrum Solingen so: „Unheimlich viele Menschen möchten in der Region etwas bewegen, zu Themen wie Digitalisierung, Start Ups oder Nachhaltigkeit. Die Fahrt bringt diese Menschen zusammen, sorgt für Inspiration und Vernetzung, von der man auch danach profitiert.“

Austausch mit Studierenden

Der Austausch von Studierenden eines Masterseminars von Prof. Dr. Christine Volkmann und Unternehmen ist ein wichtiger Teil des Konzeptes. So bearbeiten diese in ihren Seminararbeiten Fragestellungen, die direkt von Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region gestellt werden. Dies sorgt für einen intensiven Austausch auch im Anschluss an die Fahrt und ermöglicht einen Wissenstransfer, von dem beide Seiten profitieren. So entwickeln Studierende Lösungen für reale Problemstellungen, ohne dass hierbei jedoch der theoretische Anspruch verloren geht. Die Unternehmen profitieren von den frischen Ideen und den Ergebnissen der Seminararbeiten. „Ein großer Mehrwert der Fahrt war der Kontakt zu den mitreisenden, erfahrenen Unternehmen und Start-Ups. Jeder, der die Chance zur nächsten Fahrt hat, sollte sie wahrnehmen!“, sagt Studentin Sabine Vorpahl. Ihr Kommilitone Peter Fischer ergänzt: „Man muss einfach dort gewesen sein, um sich vom Spirit anstecken zu lassen.“

Die Fahrt knüpft an die erfolgreiche Reise nach Berlin an – im Fokus stand das als „Berlin Valley“ bekannte Start Up Ökosystem. Aufgrund der positiven Rückmeldungen soll das Angebot als „Ökosystem Expeditionen“ regelmäßig fortgeführt werden.

Interessierte Unternehmen können sich direkt an Uljana Engel und Andreas Helsper wenden.

 

Zum Weiterlesen: Blogbeitrag von Inga Bauer.