Beratungsangebot

Grid-Check

 

 

Hintergrund

Die regelmäßige Optimierung der Netzinfrastruktur stellt eine zentrale Aufgabe jedes Netzbetreibers der öffentlichen Versorgung dar. Die Optimierung betrifft die Struktur der Netze, die einzelnen Betriebsmittel, die Netzverluste, die Zuverlässigkeit der Versorgung sowie die Betriebsführung der Netze. Dazu ist in der Netzbetreiberbranche – u. a. auch am Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal – eine Vielzahl von Verfahren und Hilfsmitteln entwickelt worden.

In mittelständischen Industrieunternehmen ist z. T. eine umfangreiche elektrische Netzinfrastruktur vorhanden. In aller Regel verfügen Produktionsbetriebe – gleich welcher Art – mindestens über ein ausgedehntes Niederspannungsnetz sowie über eine oder mehrere Übergabestationen aus der öffentlichen Versorgung auf Mittelspannungsebene inklusive der entsprechenden Transformatoren. Größere Produktionsbetriebe mit entsprechendem Leistungsbedarf besitzen häufig zusätzlich auch ein betriebseigenes Mittelspannungsnetz.

In den meisten Industrieunternehmen stellt die elektrische Netzinfrastruktur nicht das Kerngeschäft dar, sondern dient als „Mittel zum Zweck“ und wird in der Regel einfach nach Leistungsbedarf der Produktionseinheiten zu- und ausgebaut. So entstehen über Jahre „gewachsene“ Netzstrukturen, ohne dass diese einer konsequenten Optimierung unterzogen worden sind. Der Grid-Check soll dazu beitragen, Kosten und Energie zu sparen.

Der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal gestaltet seit vielen Jahren mit verschiedenen Industriepartnern und Netzbetreibern die Struktur der zukünftigen Energieversorgung. Individuelle Belange der Industriepartner werden dabei besonders berücksichtigt.

 

Grid-Check

Analyse und Optimierung der elektrischen Netzinfrastruktur



Mit dem Grid-Check wurde eine Systematik entwickelt, mit der die elektrische Netzinfrastruktur von mittelständischen Industrieunternehmen umfangreich analysiert und darauf aufbauend optimiert wird.




Durch eine tiefgehende Analyse des Zustandes der Netz-Assets und der Betriebsweise des Netzes werden vorhandene Optimierungspotentiale aufgedeckt.




Im weiteren Schritt werden hieraus konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Mit diesen werden langfristig die Verluste an elektrischer Energie im Produktionsprozess deutlich reduziert, die Effizienz gesteigert und damit die Produktionskosten gesenkt.



Darüber hinaus werden mit Hilfe der Systematik eine deutliche Steigerung der innerbetrieblichen Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Stromversorgung erreicht und ggf. vorhandene Lastverschiebungspotentiale zur Reduktion der Strombezugskosten aufgezeigt.




In weiterer Beratung wird anhand der Gesetzeslage geprüft, ob es möglich ist, durch Umlage der Energieversorgung die Energiekosten zu reduzieren.

Profitieren auch Sie von der umfangreichen Expertise der Bergischen Universität Wuppertal

 

Zielgruppe

  • Kleine und mittelständische Industrieunternehmen
  • Größere Liegenschaften und Gewerbeflächen
  • Größere Büro- und Verwaltungsgebäude

 

Ihre Vorteile

Sie wählen aus maßgeschneiderten Angebotspaketen entsprechend Ihrer betrieblichen Anforderungen und individuellen Bedarfe:

Basispaket - Grid-Check

Wir ermitteln Bereiche mit Optimierungspotential mittels einer Kurzanalyse Ihrer elektrischen Netzinfrastruktur

Im Basispaket wird der „Grid-Check“ für Industrienetze angewendet, der eine einfache Kurzbewertung des Netzes erlaubt. Die Ergebnisse dieses Basispakets stellen die Grundlage zur eigentlichen, weiterführenden Optimierungsuntersuchung dar. Als Ergebnis zeigt der Grid-Check diejenigen Kategorien auf, in denen kein Optimierungsbedarf besteht, sowie diejenigen Kategorien, die in weiterführenden Analysen detailliert untersucht werden sollten, da in diesen Optimierungspotentiale vorhanden sind.

Basis des „Grid-Checks“ ist ein umfangreicher Fragebogen, der von der verantwortlichen Elektrofachkraft des zu bewertenden Industrienetzes gemeinsam mit einer Initialberatungsstelle mit vergleichsweise wenig Aufwand und unter Zuhilfenahme üblicherweise vorhandener Dokumentationen (Netzplan, Störungsunterlagen der Vergangenheit etc.) ausgefüllt werden kann. Dieser Fragebogen liefert gezielt Hinweise auf sinnvolle Bereiche für eine Detailuntersuchung und Optimierung.

Gegenstand des Fragebogens und damit des „Grid-Checks“ zur Bestandsaufnahme der Ist-Versorgungssituation sind z. B.:

  • Dokumentationsunterlagen
  • Einhaltung von Normen/Richtlinien
  • Die prinzipielle Netzstruktur (Strahlennetz, Ringnetz etc.)
  • Der Automatisierungsgrad des Netzes
  • Das Alter der wesentlichen Betriebsmittel
  • Betriebsmittelfehler und ggf. Produktionsausfälle durch Störungen in der Vergangenheit
  • Probleme mit der Spannungsqualität
  • Lastkurve/Spitzenlast des Industrieunternehmens
  • Geplante Betriebs-/Produktionserweiterungen
  • Geplante Änderungen im Netz (Austausch Schaltanlage/Trafo/Schutz/etc.)

Dieser Fragebogen dient als Grundlage zur Datenerhebung und Bestandsaufnahme der Ist-Versorgungssituation, die ebenfalls in dem zu analysierenden Industrieunternehmen erfolgt.

Die ermittelten Ergebnisse aus dem „Grid-Check“ werden dem Industrieunternehmen, bei dem die Untersuchungen durchgeführt wurden, abschließend zur Verfügung gestellt. Für den Fall, dass das Netz der Optimierung bedarf, wird für die festgestellten Maßnahmen ein differenziertes Vorgehen der zu untersuchenden Kategorien vorgeschlagen.

 

Paket 1 - Optimierung

Wir bestimmen die optimale Netzinfrastruktur und Betriebsweise Ihres Netzes

In Paket 1 wird eine Systematik zur Optimierung der Netzstruktur und der Betriebsweise der Netze angewendet, um die elektrischen Verluste in Industrienetzen zu verringern. Das Ergebnis stellt eine Liste von Netzmaßnahmen dar, die jeweils bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Reduzierung der Netzverluste, aber auch der damit verbundenen Investitionskosten bewertet sind. Folgende Aufgaben können dabei z. B. untersucht und in der Systematik erarbeitet werden:

  • Berechnung der Lastflusssituation: Ermittlung von evtl. vorhandenen Leistungsengpässen bzw. Leistungsreserven im Industrienetz; ggf. Überprüfung der Kurzschlussfestigkeit der Schaltanlage
  • Bestimmung der elektrischen Verluste im vorhandenen Netz:

/ Ermittlung von Optimierungspotenzialen für die Reduzierung der Verluste durch Berücksichtigung von verlustoptimalen Komponenten
/ Realisierung einer verlustoptimalen Topologie
/ Anwendung einer lastabhängigen Betriebsführung
/ Optimierung der Trennstellen im Netz bei größeren Industrienetzen
/ Spannungssteuerung zur Einhaltung eines möglichst hohen und damit verlustminimalen Spannungsniveaus

  • Optimierung des Netzassets (Zusammenlegung von historisch gewachsenen Strukturen - Netzstationen, Stromkreisen, Verteilungen, etc.) zur mittel- bis langfristigen Reduzierung der Instandhaltungskosten
  • Optimierung der Spannungsqualität
  • Zusammenstellung der bewerteten Maßnahmenliste

 

Paket 2 - Zustandsbewertung

Wir führen eine Zustandsbewertung Ihrer elektrischen Betriebsmittel durch und zeigen Instandhaltungsbedarfe auf

In Paket 2 wird eine Systematik für die Zustandsbewertung der Betriebsmittel des Industrienetzes angewendet.

Für den Bereich der Zustandsbewertung von elektrischen Betriebsmitteln der öffentlichen Energieversorgung ist bereits eine Vielzahl von Verfahren und Hilfsmitteln entwickelt worden, die sich bereits in der Praxis bewährt haben. Speziell für den Bereich der Zustandsbewertung von Mittelspannungsbetriebsmitteln ist u. a. auch am Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal ein Verfahren entwickelt worden, das auf Basis von entwickelten Inspektions-Checklisten einen Zustandsindex eines Betriebsmittels generiert. Dabei werden die Betriebsmittel einer detaillierten Sichtkontrolle unterzogen und ebenfalls einfache Messgeräte für die Zustandsbewertung hinzugezogen.

Diese vorhandenen Erfahrungen werden in Paket 2 nun an die Besonderheiten von Industrienetzen angepasst. Dazu werden die relevanten Betriebsmittel und Netzstrukturen analysiert und die entsprechenden Inspektions-Checklisten für die Bewertung der Betriebsmittel, die zuvor als relevant definiert wurden, erarbeitet. Die einzelnen Inspektionspunkte der entwickelten Checkliste können dann vor Ort durch Elektrofachkräfte bewertet werden. Anschließend wird auf Basis dieser Ergebnisse über eine Aggregationssystematik ein Zustandsindex generiert. Dabei muss die Inspektions-Checkliste zwei unterschiedlichen Anforderungen genügen:

  • Für die Bewertung der Betriebsmittel wird ein Zustandsindex benötigt, der als Entscheidungsgrundlage für Erneuerung oder Instandhaltung durch das Management dient.
  • Für die Nachweispflicht von gesetzlichen Vorschriften muss eine aussagekräftige Dokumentation der Ergebnisse erzielt werden, die den einwandfreien Zustand der Betriebsmittel nachweist.

 

Kosten

Profitieren Sie von ersten Vorteilen eines unverbindlichen Grid Checks schon ab 1.800 Euro. Weitere Kosten sind abhängig vom gewählten Paket, der Größe der elektrischen Netzinfrastruktur sowie dem Umfang der gewünschten Optimierung.

 

Ansprechpartner

Kontaktieren Sie uns unverbindlich, wenn Sie Interesse am Grid Check haben. Wir beraten Sie gerne.

Bergische Universität Wuppertal

Lehrstuhl für elektrische Energieversorgungstechnik

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Neue Effizienz GmbH

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Jochen Stiebel

Geschäftsführer

0202 96 35 06-10

stiebel(at)neue-effizienz.de

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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek

Wissenschaftlicher Direktor

0202 / 439 1976

zdrallek(at)uni-wuppertal.de