Projektvorstellung

Das Projekt „bergisch.metall“ soll Unternehmen im Bergischen Städtedreieck bei der Umsetzung einer ressourceneffizienten Metallbe- und -verarbeitung unterstützen, indem Potenziale einer Kreislaufwirtschaft aufgezeigt und Kollaboration von Unternehmen angeregt werden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einer Laufzeit vom 15.04.2021 – 31.12.2022 gefördert.

Das Bergische Städtedreieck ist traditionell geprägt durch einen hohen Anteil produzierender Unternehmen, vor allem im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Die Kernbranche der Region stellt die Metallbe- und -verarbeitung dar, dabei verfügt dieser Industriebereich über einen besonders großen Material- und Energiebedarf. Im Hinblick auf die Knappheit der Ressourcen ist die Entwicklung zukunftsfähige Unternehmensstrategien für diese Branchen daher unumgänglich. Auch die Folgen der Covid-19 Pandemie haben gezeigt, dass eine derartige Rohstoffabhängigkeit die Stabilität einiger Wirtschaftsbereiche enorm gefährdet. Die Kreislaufwirtschaft bietet ein Lösungsansatz für diese Problematik, indem die Entkopplung der Wertschöpfung vom Einsatz von Primärrostoffen angestrebt wird. Die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft gilt außerdem als Innovationstreiber. Es wird ein Verringerungspotenzial der Fertigungskosten um 40-60 % durch eine größere Minimierung des Rohstoffeinsatzes und Unabhängigkeit vom Rohstoffpreis geschätzt. 

Ziel von „bergisch.metall“ ist es, gemeinsam mit KMU, Wissenschaft und Forschung eine zukunftsorientierte Transformation der Produktion erfolgreich zu bewältigen und die Potentiale des zirkulären Wirtschaftens zu nutzen. „bergisch.metall“ richtet sich an den spezifischen Problemstellungen der Unternehmen aus und dient als innovationsorientierte Kooperationsplattform. Im Fokus des Projektes stehen als Zielgruppe insbesondere produzierende Unternehmen der Branchen Werkzeuge, Schneidwaren und Automotive sowie begleitend Maschinenbau.

Im Rahmen des Projektes werden diverse Workshops zu den Themen Material, Design/Konstruktion, Markt und Prozess durchgeführt. Dabei werden unternehmensinternen Hemmnissen sowie ökonomischen und ökologischen Potenziale einer Kreislaufwirtschaft identifiziert, um einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Es entsteht der Ausgangspunkt für eine Steigerung der Effizienz von Stoffkreisläufen und Ressourcen. Auf diese Weise kann die Resilienz der beteiligten Unternehmen und damit der gesamten Region gestärkt werden. 

Es werden bestehende Institutionen, Netzwerke und Initiativen eingebunden, um den Markennamen „bergisch.metall“ und Lösungsansätze von zirkulären Wirtschaftsmodellen in der Region zu etablieren. Zusätzlich werden Cross-Innovation Potenziale durch gemeinsame Veranstaltungsformate angeregt. 

 

Projektupdates

08.06.2021: Kick-off Meeting

Am 8. Juni erfolgte bereits das Kick-off Meeting für das Projekt „bergisch.metall“ mit Vertretern des Wuppertal Instituts, der Bergischen Universität Wuppertal, der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. sowie der Neuen Effizienz. Im nächsten Schritt wird im August eine Website für das Netzwerk vorgestellt, welche den Mitgliedern als Vernetzungs- und Ideenplattform dienen soll. Zudem werden Workshops geplant, um den Austausch zwischen unterschiedlichen Unternehmen anzuregen. Dabei sollen Herausforderungen der Branche in den Fokus gerückt und Lösungswege basierend auf dem Konzept der Kreislaufwirtschaft aufgedeckt werden. Auf diese Weise profitieren die Mitglieder des Netzwerks „bergisch.metall“ von einer effizienten Problemlösung durch passende Partner, Unterstützung von Wissenschaft und Forschung bei der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und innovativen Werkstofftechnologien.

 

Ansprechpartner*in

Sie haben Fragen zum Projekt oder interessieren sich für weiterführende Informationen? Sprechen Sie uns gerne an.

Veronika Kowolik / Managerin Zirkuläre Wirtschaft / 0202 96 35 06-64 / kowolik@neue-effizienz.de