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CE:FIRE

Circular Economy, Frugale Innovation und Regeneratives Wirtschaften

Um die Integration dieser drei Ansätze zur Transformation zu einer sozial-ökologischen Wirtschaft dreht sich das Projekt CE:FIRE. Dabei sollen zukunftsrelevante Kompetenzen und resiliente Strukturen aufgebaut werden und die Potenziale in der Unternehmenslandschaft in den drei Projektregionen ermittelt werden. Durch die Zusammenarbeit der drei Regionen Ostwestfalen-Lippe (durch InnoZent OWL e.V. und owl maschinenbau e.V.), Südwestfalen (Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH) und  Bergisches Städtedreieck (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und Neue Effizienz gGmbH) werden überregionale Kooperationen gestärkt und neue Allianzen für die Transformation gebildet.

Eine zirkuläre Wirtschaftsweise bietet das Potenzial die lineare Denkweise aufzubrechen und dadurch ein Umdenken anzustoßen, um Ressourcen zu sparen. Das Thema ist mittlerweile nicht mehr weg zu denken aus der Diskussion um nachhaltige Unternehmenstransformation. Über regeneratives Wirtschaften und frugale Innovationen wird bisher jedoch noch wenig gesprochen. Die frugale Innovation setzt bereits beim Produktdesign an, also dort wo die Circular Economy beginnt. Aber was genau bedeutet eigentlich frugale Innovation?

Frugale Innovation

Als frugale Innovationen werden Produkte bezeichnet, die sich durch Anwendungsorientierung, Kosteneffizienz, Benutzerfreundlichkeit und den effizienten Einsatz von Ressourcen auszeichnen. Der Fokus liegt auf den Kernfunktionen des Produktes. Durch eine bewusste Beschränkung auf das Wesentliche entstehen kostengünstigere, aber dennoch qualitativ hochwertige Produkte, die den Bedürfnissen der Nutzer*innen genau entsprechen. Also „affordable excellence“ statt „over-engineering“. Unternehmen können somit neue Märkte erschließen und ihre Produkte einer größeren Nutzergruppe zugänglich machen. Gleichzeitig werden durch innovatives Produktdesign Ressourceneinsparungen unterstützt. Genau dort reiht sich der Ansatz der frugalen Innovationen auch in den Circular Economy Gedanken ein. Durch die Vereinfachung in der Anwendung wird außerdem die Reparierbarkeit von Produkten verbessert und somit der Produktlebenszyklus verlängert.

Regeneratives Wirtschaften

Das regenerative Wirtschaften geht noch einen Schritt weiter und über eine nachhaltige Wirtschaftsweise hinaus. Anstatt klimaneutral zu wirtschaften soll eine positive Nettoauswirkung erzielt werden. Unternehmen, die eine regenerative Wirtschaftsweise verfolgen, vermeiden nicht nur negative Auswirkungen auf die Umwelt sondern leisten einen positiven Beitrag zur Erneuerung, Wiederherstellung und Wiederbelebung natürlicher Ressourcen zur Erhaltung der Ökosysteme. Die Umwelt wird somit zum zentralen Gegenstand eines regenerativen Geschäftsmodells.

© The Dive (o. J.): Warum Regeneratives Wirtschaften das wichtigste Thema für die Organisationsentwicklung ist. URL: https://www.thedive.com/de/blog/warum-regeneratives-wirtschaften-das-wichtigste-thema-fuer-die-organisationsentwicklung-ist (zul. abg.: 03.06.2024).

In einer Vorstudie, die im Rahmen des Projektantrags durchgeführt wurde, wurden die Interdependenzen der drei Ansätze und die Potenziale in den drei Regionen beleuchtet.

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