Videoanleitung

Kartenspiel „Kreislaufprobleme“

Das Kartenspiel Kreislaufprobleme“ bietet einen niedrigschwelligen und zugleich unterhaltsamen Zugang zu dem Thema Kreislaufwirtschaft. Die Teilnehmenden setzen sich mit realitätsnahen Szenarien aus dem privaten und beruflichen Leben auseinander und nähern sich dem Thema so mithilfe von Alltags relevanten Situationen. 

 

Eckdaten

  • Spieldauer: ca. 45–60 Minuten 
  • Gruppengröße: 5–10 Personen 
  • Spielmodus: moderiert oder selbstorganisiert 
  • Einsatzort: Seminarraum, Workshopraum oder Klassenzimmer 

Spielprinzip

1. Alle Teilnehmenden ziehen geheim eine Zahlenkarte (1–10), die bestimmt, wie zirkulär die Lösung sein soll. 

1 = wenig zirkulär (lineare Wirtschaft) 

10 = maximal zirkulär („perfekte“ Kreislaufwirtschaft) 

2. Es wird eine Person als sogenannte “Kreislaufzentrale” bestimmt. Diese zieht eine Szenariokarte und liest sie vor, z. B.:
„Dein Unternehmen produziert viele Produktionsreste. Was tust du – von einfach wegwerfen (1) bis alle Reste in neue Produkte umwandeln (10)?“ 

3. Die Spielenden präsentieren ihre Lösungen, ohne ihre Zahl offenzulegen.

4. Die Kreislaufzentrale ordnet die Antworten. Sie versucht, die Lösungen in die richtige Reihenfolge von 1 bis 10 zu bringen. Die Gruppe kann helfen, indem sie über die Ideen diskutiert. 

Beispiel:  

Spieler: in mit einer 2: „Wir informieren uns zumindest, dass der Abfall fachgerecht entsorgt wird, nicht einfach in den Restmüll. Müll ist es aber trotzdem.  

Spieler: in mit einer 9: „Wir entwickeln ein neues Produkt aus den Restmaterialien und bieten es als neues Premium-Produkt an!“ 

Szenarien

Die Szenarien stammen aus zwei Bereichen: 

1. Privater Kontext 

(z. B. Konsumentscheidungen, Reparatur vs. Neukauf…) 

2. Beruflicher Kontext

(z. B. Beschaffung, Produktdesign, Materialwahl…) 

Alle Szenarien sind bewusst realitätsnah, offen formuliert und laden zur Interpretation ein. Es gibt „nicht die eine richtige Lösung“, sondern unterschiedliche Grade zirkulären Handelns, die eingeordnet werden müssen. 

Lernziele & Kompetenzen

Die Teilnehmenden können am Ende des Spiels: 

  • die zentralen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft verstehen und können diese von linearen Wirtschaftsweisen unterscheiden. 
  • ihr eigenes Handeln im privaten und beruflichen Kontext kritisch reflektieren. 
  • ein gemeinsames Verständnis für praktikable, zirkuläre Lösungsansätze entwickeln. 

 

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